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TV Refrath im Final 4: Jeder Platz ist möglich, auch der Titel

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Updated: Mai 8, 2017

Seit fast 50 Tagen ist der TV Refrath nun Bundesligatabellenführer, doch am nächsten Wochenende erst werden die Abschlussplatzierungen der diesjährigen Meisterschaft endgültig ausgespielt. Erstmalig treffen an einem Wochenende (13./14.Mai) die vier besten Teams der Liga zu einem „Final Four“ aufeinander.

Austragungsort ist das nordhessische Bad Hersfeld, erfolgreiche Wirkungsstätte von Badminton-Promoter Heinz Bussmann (Fa. Advantage Event Projekte). Bis zu 1000 Zuschauer werden am Sonntag in der dortigen Waldhessenhalle erwartet, wenn um 14 Uhr die beiden Sieger der Halbfinalspiele aufeinandertreffen.

Die Halbfinals werden wie folgt ausgetragen: Samstag um 14 Uhr 1.BC Bischmisheim gegen 1.BC Düren sowie um 18 Uhr TV Refrath gegen TSV Trittau. Das erste Halbfinale verspricht, hochinteressant zu werden, zumal Düren als Dritter in der Bundesligarunde beide Begegnungen gegen den Titelverteidiger gewinnen konnte. Pikanterweise hat sich der Westverein bereits für die kommende Saison aus der Eliteklasse abgemeldet, so dass dieses Spiel am Samstag der vorletzte Auftritt des Westclubs sein wird.

Auch die Begegnung Refrath gegen Trittau wird mit Spannung erwartet. Zwar konnte Refrath beide Spiele in der Punkterunde für sich entscheiden, doch keine der Begegnungen war vom Verlauf her deutlich. Heinz Kelzenberg: „Trittau ist für uns ein unangenehmer Gegner, weil sie uns auf einigen Positionen nicht so gut liegen, aber ich denke, dass wir leichter Favorit sind“.

Auch wenn viele Badmintonfans am Sonntag mit dem „Traumfinale“ zwischen dem BCB und dem TVR rechnen, sind Überraschungen am Samstag nicht ausgeschlossen.

Bischmisheim verfügt über den größten und stärksten Kader der vier Teilnehmer und die klangvollsten Namen bei dieser Veranstaltung. Das Team ist mit aktuellen und ehemaligen Nationalspielern gespickt, allen voran Marc Zwiebler sowie die Deutschen Meister Peter Käsbauer und Isabel Herttrich. Leistungsträger wie Michael Fuchs, Johannes Schöttler und Dieter Domke sind aktuell jedoch längst nicht mehr so viel im Training wie in der Vergangenheit, bringen aber jede Menge Erfahrung mit auf den Court.

Der während der gesamte Saison immer als „Verfolger“ bezeichnete BC Düren hat hingegen den kleinsten Kader, bestehend aus gerade mal 4 Herren und 2 Damen. Geht man davon aus, dass alle an Bord sind, präsentierte sich Düren bisher im Jahr seines 60-jährigen Bestehens vor allem im 1.Herrendoppel und den beiden Herreneinzeln als sehr stark. Düren könnte vom Momentum profitieren, dass man als Außenseiter seine letzten Spiele in dieser Konstellation bestreitet und man gar keinen Erwartungsdruck verspürt.

Mit etwas Abstand in der Bundesligatabelle zu den Top 3 hat sich der TSV Trittau erstmalig in seiner Vereinsgeschickte für eine Endrunde qualifiziert. Das Team aus dem Norden ist am Wochenende sicherlich der krasseste Außenseiter, hat man doch alle 6 Spiele gegen die übrigen Final-Four-Teams in der Punkterunde verloren. Doch vor allem die starke Damenbesetzung der Trittauer ist für jeden Gegner gefährlich.

Über etwas mehr Playoff-Erfahrung verfügt der TV Refrath, der im Vorjahr im „Golden Set“ das Halbfinale gegen Union Lüdinghausen verloren und die Saison dadurch als Dritter beendet hatte. Das Team von Heinz Kelzenberg möchte in diesem Jahr Deutscher Meister werden, denn so der Refrather Manager: „Alles andere wäre Quatsch. Wir haben alle Teams in dieser Saison geschlagen und eine super Mannschaft. Vielleicht sind wir nicht der Top-Favorit aber ich denke, falls wir das Finale erreichen, ist dort alles völlig offen“.

Auf Refrather Seite freut man sich, in Bestbesetzung auflaufen zu können, d.h. mit den EM-Teilnehmern Fabian Roth und Carla Nelte sowie mit den irischen Bronzemedaillengewinnern Sam und Chloe Magee.

Vermissen wird man bei der Erstauflage des Final Four die Traditionsclubs 1.BV Mülheim, Union Lüdinghausen und 1.BC Beuel, die in der abgelaufenen Saison nur die Plätze 5 bis 7 belegen, jedoch für die kommende Saison bereits ihre sportlichen Ambitionen durch einige Neuverpflichtungen deutlich gemacht haben.

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